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Großübung in Stader Schule, Umwelteinheiten gefordert

 


Auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen (BBS) in der Glückstädter Straße in Stade fand eine Großübung von Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten statt.

Das Szenario war angelehnt an einen Realeinsatz in der Harsefelder Schule vor vier Jahren. Dort waren nach versehentlichem Freisetzen der Chemikalie Brom neun Schüler verletzt worden. Den Vorfall nahmen sich die Verantwortlichen von Kreisfeuerwehr und Landkreisverwaltung zum Anlass, ein maßgeschneidertes Konzept zur Personen-Dekontamination zu entwickeln, um den Betroffenen noch schneller helfen zu können und eine weitere Schadstoff-Verschleppung an der Einsatzstelle zu minimieren.
Dieses Konzept wurde jetzt unter Ernstfallbedingungen angewendet.
Ausgangslage war die Annahme, dass im Chemieunterricht durch einen Fehler Chlor in flüssiger und gasförmiger Form freigesetzt wurde und ein Lehrer und vier Schüler dabei verletzt wurden.
Über einen Feuermelder wurden die Einsatzkräfte alarmiert, so dass die anrückende Stader Feuerwehr zunächst von einem Brandeinsatz ausgehen musste. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass es nicht brannte, sondern dass es sich um einen Umwelteinsatz mit verletzten Personen handelt. Daraufhin wurden sofort die Umweltzüge Nord und Süd und die Messgruppe der Kreisfeuerwehr dazu alarmiert. Auch ein Großaufgebot von Rettungsdiensteinheiten machte sich auf den Weg.
Unter schwerem Atemschutz wurden die noch vermissten Personen gefunden und ins Freie geführt, wo sie vom Rettungsdienst, der in speziell dafür beschafften Kontaminationsschutzanzügen arbeitete, untersucht und weiterbehandelt wurden.
Zwei Schulklassen mit unverletzten Schülern hatten sich auf den dafür vorgesehenen Sammelplatz begeben und mussten ebenfalls betreut werden.
Die Umweltzüge bauten unterdessen eine Dekontaminationstrecke auf, in der im Ernstfall bis zu fünf Schwerverletzte oder bis zu 20 Leichtverletzte pro Stunde gereinigt werden können um danach ohne besondere Schutzmaßnahmen weiterbehandelt zu werden.
Den Verletztendarstellern und den Schülern der beiden Schulklassen, alles Mitglieder der Jugendfeuerwehren Stade und Wiepenkathen, machte ihre Rolle offensichtlich Spaß, konnten sie doch die Einsatzkräfte durchaus ins Schwitzen bringen.
Eine gelungene Übung findet der Umweltbeauftragte der Kreisfeuerwehr Holger Hase, das Konzept hat sich jetzt auch in der Praxis bewährt.
Eingesetzte Kräfte waren die beiden Züge der Ortsfeuerwehr Stade, Ortsfeuerwehr Wiepenkathen, die Gefahrgutzüge Nord und Süd, Die Unterstützungsgruppen der Feuerwehren Oldendorf und Hedendorf, die Messgruppe und der Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr, First Responder der Ortsfeuerwehren Bützfleth und Hagen, sechs Rettungswagen, ein leitender Notarzt und der Org.-Leiter des Landkreises mit insgesamt etwa 150 Einsatzkräften.


Unter schwerem Atemschutz gingen die Einsatzkräfte in das Gebäude vor.


Stades Ortsbrandmeister Stephan Woitera erkundigt sich bei den beiden Schulklassen nach deren Befinden

Rettungsdienstpersonal im Kontaminationsschutzanzug versorgt eine Verletztendarstellerin


In diesem Zelt wird die Reinigung der betroffenen Personen vorgenommen.


Die Verletztendarsteller werden betreut und warten auf ihre Dekontamination


Auch liegende Verletzte können hier dekontaminiert werden.


Stefan Braun
Pressesprecher Feuerwehr LK Stade

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